Satire: Projektionen
 

Vorsicht: Satiren können ihre Gesundheit gefährden

Nur für fortgeschrittene Astrologen

Der Schlüssel zu den vorgeschobenen Projektionen

Grundfrage

Es taucht immer wieder die Frage auf, was nun der richtige Schlüssel für die vorgeschobenen Projektionen sei. Dazu herrscht viel Missverständnis in der astrologischen Fachwelt und auch Verwirrung, da die Projektionen oft mit anderen, ähnlichen Fachbegriffen verwechselt werden wie die Profektionen, die Protektionen oder gar den Progressionen. Ich möchte sogar sagen, dass es ein eigentliches Urproblem der psychologischen Astrologie ist. Aus jahrelanger Forschungsarbeit u.a. auch mit meiner nächsten Umwelt (danke liebe Umwelt, dass Du solange mitgemacht hast) ist es mir nun definitiv gelungen, den Code zu knacken und es ist zugleich ein Meilenstein in der Geschichte der Wissenschaft, welche einen revolutionären Fortschritt zum Wohle aller bringen wird. Es ist kaum vorstellbar, welche Verbesserungen sich in der nächsten Zeit dank dieser Erkenntnis einstellen werden: Wir werden nichts weniger als keine Kriege mehr führen müssen, da wir nun die Grundlagen dazu haben, wie wir uns alle gern haben können!

Die Semantik der Projektionen

Ein wichtiger Hinweis zu meinem Ergebnis erhielt ich aus der Semantik dieses Begriffes. Im Wort Projektionen stecken zwei hauptsächliche Wortstämme: Pro-jekt-io-nen. Dazu schrieb bereits der grosse griechische Philosoph Platin in einem Nebensatz seines Hauptwerkes "Timachos": Pro = weist hin auf das Du und io = ich. Wenn man die Sprachentwicklung bis ins Voraramäische zurückverfolgt, wird einem auch klar, wie das nun zu interpretieren ist. Das Du weist auf das ich hin, verbunden mit dem Hilfswortstamm "jekt", welches hier in durchaus zulässiger weise mit "jetzt" übertragen werden kann. Also können wir daraus die Formel lesen: Du jetzt ich. Was kann das nun für uns bedeuten ?

Dazu benötigen wir auch ein Verständnis der Geisteswelt zu dieser Zeit. Im voraramäischen Zeitalter lebten die Menschen in einem symbolischen Bewusstseinszustand. Das heisst, ihr Bewusstsein und damit verbunden auch ihre Selbstwahrnehmung war für sie noch nicht greifbar. Das ist auch verständlich, fehlten doch zur damaligen Zeit all die Selbsterfahrungskurse, welche wir heute haben. Also müssen wir die Formel "ich jetzt du" mehr auf symbolischer Ebene auffassen, doch auch auf diese Weise offenbart sich zunächst noch nicht der eigentliche Sinn dieser Metapher. Dazu müssen wir uns nochmals mit der Sprachforschung beschäftigen.

historische Sprachforschung

Einen entscheidenden Hinweis erhielt ich von Prof. Dr. Graham Matic aus Princetown, der in der Nähe von Einstein lebte, als dieser die berühmten Formel e=mc2 entdeckte. Er wies darauf hin, dass in der voraramäischen Zeit ein richtiggehender Sprachenstreit herrschte, weil man sich nicht auf eine Leserichtung einigen konnte. Das heisst, die Texte zur damaligen Zeit wurden meistens von rechts nach links und auch von links nach rechts gelesen. Natürlich führte das manchmal zu kleineren Missverständnissen, da der Satzsinn durch die andere Leserichtung eine etwas andere Bedeutung haben kann. Wichtig für uns daraus ist nur, dass wir die Formel "ich jetzt du" ebenso mit "du jetzt ich" lesen können. Und das ist nun die Schlüsselerkenntnis: Wenn Du so bist wie ich, dann sind alle Probleme und Missverständnisse gelöst! Wir können daraus auch den Imperativ ableiten: Du musst so sein wie ich! Jetzt haben wir also den Schlüssel, der lautet:

Ich = Du

und vice versa.

Anwendung

Nun geht es um die praktische Umsetzung dieser Erkenntnis. Die Bedeutung haben wir nun erarbeitet, die Frage ist nun, wie wir dies im Alltag anwenden können. Es ist ihnen sicher auch schon aufgefallen, dass wir bei Begegnungen mit anderen Menschen die richtige Distanz einnehmen sollten. Niemand hat es gern, wenn ihm auf die Füsse getreten wird. Also müssen wir auch für unsere Projektionen den richtigen Entfernungswert finden. Durch empirische Ermittlungen kam ich zum Schluss, dass eine Entfernung von einem Meter (ab unserer Nasenspitze gemessen, für diejenigen, welche es genau wissen möchten) für die meisten optimal ist. Natürlich gibt es auch individuelle Unterschiede, auch die persönliche Verfassung spielt da mit hinein. So kann dieser Wert durchaus zwischen minus einem Meter und plus zwei Metern liegen. Wenn unsere Projektion also im negativen Bereich liegt, kann man auch vom Schatten sprechen, welcher uns auf der Pelle hockt.

Hier zur Verdeutlichung eine Grafik:

Auf den Punkt gebracht:

Zum Schluss noch meine Empfehlung: Benutzen Sie ihre Projektionen täglich vor, während und nach dem Essen. Die optimale Wirkung entfaltet sich, wenn sie sie einen Meter vor sich hin schieben, dann wird sich niemand ihren unwiderstehlichen Einflüssen entziehen können.

(c) 2001 Prof. Dr. hc. C.G. Alt